Tradition 50 Jahre Opel Commodore B

2022.03.07 - Wolfram Nickel/SP-X

Nie hatten die Hessen heißere Eisen im Feuer: Vor 50 Jahren fuhr Opel im Verkaufsranking mit VW auf Augenhöhe, aber im Image war der Blitz auf Pole Position. Möglich machten dies furios schnelle Autos wie der Commodore GS/E. Ein Rallyestreifen-dekorierter Renner, den auch Porsche-Piloten respektierten.

SP-X/Köln. Bürgerliche Massenautos begehrenswert machen, diese Kunst beherrschten vor 50 Jahren Rüsselsheimer Ingenieure am besten. So konnte Opel nicht nur Ford auf Distanz halten, sondern sogar VW in den deutschen Verkaufscharts überholen. Kein Wunder bei sportlichen Imageboostern wie dem Commodore (B). Mit angesagten optionalen Speed-Insignien fürs Überholprestige á la Rallyestreifen, Frontspoiler, riesigen Zusatzscheinwerfern und mattschwarzer Motorhaube, vor allem aber mit Muscle-Car-ähnlicher Power tanzte die GS/E genannte Top-Version einen wilden Rock ’n‘ Roll mit den Sechszylinder-Rivalen. „Ein solcher Wagen kommt nicht jedes Jahr“, erklärte die Commodore-Werbung, offenbar mit Blickrichtung Köln und den parallel präsentierten, schwerfälliger wirkenden Granada. „Für Menschen, die Sport und Eleganz zu verbinden wissen“, waren die viertürigen Limousinen und Coupés im Hardtop-Design mit Commodore-Signet gedacht. Vom simpler ausstaffierten Vierzylinder-Mittelklasse-Bestseller Rekord unterschied sich der Sechszylinder-Opel zwar nur durch optische Details wie Kühlergrill und Rückleuchten unter mattschwarzer Blende mit Chromstreifen. Aber das genügte für Popularität sogar auf Parkplätzen vor Tennisplätzen, Architektenbüros und dem Universitätsdekanat. Dort, wo sonst BMW, Saab oder VW-Porsche verbreitet waren. Obwohl billig, befreite sich der Commodore von Spießbürgerlichkeit, zumal als GS/E mit 118 kW/160 PS.

Auf dem Genfer Automobilsalon debütierten im März 1972 allerdings erst einmal die braveren Ausführungen der zweiten Commodore-Generation. Bis die Neuauflage des Einspritzers GS/E startbereit war, sollte es noch ein paar Monate dauern. Auch wenn der klar und elegant gezeichnete Opel der gehobenen Mittelklasse weniger Emotionen freisetzte als die 1967 mit modisch-kessem Hüftschwung überraschende Erstausgabe des Commodore (A) – benannt ist die Luxusversion des Opel Rekord übrigens nach dem Geschwaderkommandeur bei Luftwaffe und Marine – traf der neue Sechszylinder-Blitz perfekt den auf Tempo getrimmten Zeitgeist der frühen siebziger Jahre.

Der ultimative Dynamiktest eines Automobils findet auf Rennbahnen und Rallyepisten statt. Und so war es die Monte Carlo, auf der Rallye-Legende Walter Röhrl 1973 mit einem von Irmscher getunten giftig-gelben Commodore GS/E (von Röhrl liebevoll „Die Kommode“ genannt) im Team mit Jochen Berger einen Klassensieg herausfuhr. Tuner Steinmetz bestückte sogar einen GS/E mit 510 PS starkem 6,0-Liter-V8-Monster und spektakulärem Spoilerwerk für die Interserie, allerdings ohne nachhaltige Erfolge. Und dann gab es noch den von Johann Weisheidinger pilotierten Commodore, der ein Rundstreckenchampionat gewann und als erster Serientourenwagen eine Rundenzeit von unter zehn Minuten in die Nürburgring-Nordschleife brannte. Beim Fahren auf Alltagsstraßen gab sich das feurige Vorzeigeobjekt der neuen Rüsselsheimer Mittelklasse-Generation ebenfalls keine Blöße: Der 2,8-Liter-Reihensechszylinder – abgeleitet vom altgedienten Triebwerk in den Flaggschifflimousinen Admiral und Diplomat – schob über die Hinterräder fast schon brutal an.

In laut Fachmedien nur gut 8,5 Sekunden (das Opel-Datenblatt nannte konservative 9,3 Sekunden) erreichte der GS/E das 1972 neu eingeführte Landstraßen-Tempolimit von 100 km/h. Der Weg zur Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h gestaltete sich gleichfalls flott. Werte, mit denen der Opel damals im Revier von Porsche 911 T, Mercedes 280 CE, aber auch 350 SL und BMW CS wilderte. Autos, die teils doppelt so teuer waren und eigentlich eine andere Klientel ansprachen als der bezahlbare Kraftprotz mit Commodore-Rangabzeichen.

Deshalb wandte sich Opel 1973 in Werbeanzeigen gezielt an wohlhabende, prestigehungrige Kunden: „Auch wenn Sie eigentlich DM 20.000 für ein Auto ausgeben wollten, denken Sie trotzdem an einen Commodore. Ihn gibt es schon ab DM 13.955.“ Dazu passte die Marketing-Kampagne „Commodore. Eine Luxuslimousine, die es in sich hat.“ Schließlich sollte es auch der viertürige Commodore nicht nur mit preiswerten Massenmodellen wie dem Ford Granada aufnehmen, sondern zugleich mit teuren süddeutschen Premiumlimousinen. So gab es den Opel serienmäßig mit einem breiten Portfolio an Sechszylindern, das vom 85 kW/115 PS leistenden 2,5-Liter-Triebwerk über einen 2,8-Liter-Vergaser bis zum 160-PS-Einspritzer reichte. Gegenüber BMW 5er und Mercedes Strich-Acht-Typen mit Vierzylinder-Motoren erzielten diese erschwinglichen Sechszylinder, speziell mit großem GS bzw. GS/E-Signet, anfangs durchaus Achtungserfolge.

Tatsächlich verzichtete Opel sogar auf damals übliche endlose Aufpreislisten, der erste Preiskatalog zum Commodore begnügte sich mit nur vier Seiten für alle Varianten und Extras. Darunter die Leistungsabzeichen schwarze Motorhaube, Rallyestreifen und Fernscheinwerfer, ergänzt im Herbst um einen serienmäßigen, aber abwählbaren Frontspoiler für den GS/E. Wer auf modische Extravaganz setzte, konnte seinen Opel auch mit schickem Vinyldach und Colorverglasung bekommen. Akzente, die das im italienischen Stil klar gestaltete und großzügig verglaste Karosseriekleid mit Spannungselementen aufluden. Alles ganz im Sinn von Opel-Chefdesigner Charles M. Jordan, der „dull cars” (Langweiler) ablehnte, aber sonst bei der Formenfindung für das Duo aus Rekord und Commodore das Nachwuchstalent George Gallion walten ließ. Erfolgreich, denn sogar in Großbritannien – eigentlich Kernmarkt für die Opel-Schwestermarke Vauxhall – löste der Commodore Begeisterung aus. „The classic thoroughbred”, ein edles Vollblut, so präsentierte sich der Rüsselsheimer auf Werbeplakaten im Umfeld sportlicher Legenden á la Bentley, Jaguar und Aston Martin.

Als die Fachpresse den Commodore allen empfahl, die Spaß an preiswerten, schnellen Wagen haben, ahnte noch niemand, dass für Tempobolzer ein Tal der Tränen in Sicht war. Die erste Ölkrise brachte 1973/74 vorübergehende, strikte Tempolimits und langfristig wirkende Benzinpreis-Erhöhungen. Obwohl die Opel-Sechszylinder niedrigere Verbrauchswerte als die meisten Wettbewerber auswiesen, stürzten die Verkaufszahlen vorübergehend ab. Die Ära von Rallyestreifen, Vinyldächern und auf edel getrimmten Interieurs mit Holzdekor neigte sich jedoch ohnehin dem Sonnenuntergang entgegen. Auch sportliche Idole wie die laut Opel-Pressemitteilung „weltbeste Ski-Amazone“ und „World-Cup-Siegerin“ Rosi Mittermaier als Markenbotschafterin auf schnellem Commodore GS/E – „um Terminabsprachen sicher einhalten zu können“ – verzögerte den Abschwung nur wenig. Immerhin: Bis Sommer 1977 wurden über 140.000 Commodore B ausgeliefert, davon gut 42.000 Coupés, respektable Resultate im Konkurrenzumfeld. Deshalb riskierte Opel 1978 auch noch eine dritte Commodore-Generation, die allerdings zwischen Rekord und neuem Topmodell Senator kein eigenständiges Gesicht zeigen konnte. Kein Wunder, dass der in skulpturale Formen gegossene Commodore B bis heute besonderen Kultstatus in der Community besitzt.

 

Wolfram Nickel/SP-X

Kurzcharakteristik

Chronik:
1967: Auf dem Genfer Salon feiert der Commodore A als fein ausstaffierte Sechszylinder-Version des Rekord C sein Debüt
1971: Im Dezember Produktionsauslauf für den Rekord C
1972: Im Januar Produktionsende für den Commodore A. Außerdem erfolgt im Januar die Präsentation des Rekord D bzw. Rekord II als Nachfolger des Rekord C. Auf dem Genfer Automobilsalon im März debütiert auf Basis des Rekord D der 4,61 Meter lange Commodore B, dies als viertürige Limousine und zweitüriges Coupé mit umfangreicher Serienausstattung („L“-Ausstattung ist Standard, der Commodore GS entspricht dem Rekord Sprint) und deutlich straffer abgestimmtem Fahrwerk. Das Motorenprogramm des Commodore umfasst zunächst einen 2,5-Liter-Sechszylinder mit 115 PS oder 130 PS dank Doppelvergaser. Als Stylingstudie debütiert in Genf ein Coupé mit Kotflügelverbreiterungen und Doppelscheinwerfern hinter einer Abdeckscheibe sowie großem Grill. Eine zweitürige Limousine wie noch beim Commodore A oder Kombi-Varianten wie beim Rekord sind nicht vorgesehen. Als fünftüriger Kombi Commodore Caravan werden Prototypen realisiert, außerdem ein dreitüriger Lieferwagen mit 160-PS-Motorisierung. Für die Schweiz debütiert in Genf der Ranger mit 2,5-Liter-Sechszylinder als Parallelmodell zum Commodore. Im September wird das 160 PS starke Topmodell Commodore GS/E mit elektronischer Einspritzung (Bosch L-Jetronic) präsentiert, zu erkennen an der voluminösen Front mit Spoiler und auffälligem Schriftzug im Kühlergrill. Alle Commodore nun mit etwas komfortablerer Fahrwerksabstimmung. Mit einem Marktanteil von 20,4 Prozent ist Opel der größte deutsche Autohersteller vor Volkswagen
1973: Commodore Limousine und Coupé mit 142 PS starkem 2,8-Liter-Sechszylinder (bekannt aus dem Admiral) und Doppelvergaser ergänzen das Programm. Im Sommer ersetzt der Commodore mit 130 PS leistendem 2,8-Liter-Motor und Einfachvergaser die gleichstarke 2,5-Liter-Version.
1974: Commodore GS und GS/E erhalten serienmäßig Scheibenbremsen auch an den Hinterrädern. Die Auswirkungen der ersten Ölkrise treffen auch Opel hart, ganz besonders Modelle mit großen Motoren wie den Commodore. Die Opel-Gesamtverkaufszahlen in Deutschland sinken von 874.000 Einheiten im Jahr 1973 auf nur noch 583.000 Einheiten. Tuner Steinmetz bestückt einen Commodore mit einer 510 PS starken 6,0-Liter-V8-Machine und riesigen Spoilern für die Interserie
1975: Anpassung des Motorenangebots an die neuen, strengeren Abgaswerte und den reduzierten Bleigehalt im Kraftstoff, deshalb etwas geringere Leistungswerte der Sechszylinder. Seit Modelljahr 1975 sind beim GS/E Ronal-Leichtmetallräder und Vinyldach Standard
1976: Ab März breitere seitliche Zierleisten. Sondermodell Commodore Special mit einfacherer Ausstattung. Das Typenprogramm umfasst den Basis-Commodore mit 115 PS, den 2,8-Liter-Vergaser mit 140 PS und die Spitzenversion GS/E mit jetzt noch 155 PS. Im Dezember erhält die damals erfolgreichste Skisportlerin und Opel-Markenbotschafterin Rosi Mittermaier im Rahmen einer Presseveranstaltung einen Commodore GS/E. Auf dem Nürburgring erzielt ein von Johann Weisheidinger pilotierter Commodore als erster Serientourenwagen eine Rundenzeit unter zehn Minuten. Weisheidinger gewinnt außerdem die Meisterschaft um den ONS-Rundstrecken-Pokal
1977: Produktionsende für den Commodore B im Juni nach 140.827 Einheiten und damit rund 15.000 Einheiten weniger als beim Vorgänger. Auf der IAA feiert der Nachfolger Commodore C Weltpremiere
1978: Serienstart des Commodore C
1982: Im August Produktionsauslauf für den Commodore C
2007: 30 Jahre nach Produktionsnacheinstellung werden auch die letzten ausgelieferten Opel Commodore B Oldtimer und Kandidaten für das amtliche H-Kennzeichen
2021: Die Baureihe Commodore B wird 50 Jahre alt und von Opel und der Community gefeiert

Ausgewählte Produktionszahlen:
Insgesamt 140.827 Commodore B (1972-1977), davon 42.279 Coupés,
zuzüglich im Ausland produzierter Einheiten.
Zum Vergleich:
156.330 Commodore A (1967-1972)
80.521 Commodore C (1978-1982).

Ausgewählte Preise:
Opel Commodore Limousine 2,5 Liter mit 115 PS (03/1972): ab 12.890 Mark
Opel Commodore Coupé 2,5 Liter mit 115 PS (03/1972): ab 13.225 Mark
Opel Commodore GS Limousine 2,5 Liter mit 130 PS (03/1972): ab 14.185 Mark
Opel Commodore GS Coupé 2,5 Liter mit 130 PS (03/1972): ab 14.520 Mark.
Optionen (03/1972) sind u.a. Dreigang-Automatik (1.130 Mark), Servo-Lenkung (673 Mark), Sicherheitsgurte (94,50 Mark, bei GS Serie), Sperrdifferential (280 Mark), schwarze Lackierung auf Motorhaube (68 Mark, nur GS), schwarze Rallyestreifen (90 Mark, nur GS), Fernscheinwerfer (135 Mark, bei GS Serie), Drehzahlmesser (111 Mark).
Opel Commodore Limousine 2,5 Liter mit 115 PS (02/1973): ab 13.870 Mark
Opel Commodore Coupé 2,5 Liter mit 115 PS (02/1973): ab 14.220 Mark
Opel Commodore GS Limousine 2,5 Liter mit 130 PS (02/1973): ab 15.140 Mark
Opel Commodore GS Coupé 2,5 Liter mit 130 PS (02/1973): ab 15.490 Mark
Opel Commodore GS Limousine 2,8 Liter mit 142 PS (02/1973): ab 15.352 Mark
Opel Commodore GS Coupé 2,8 Liter mit 142 PS (02/1973): ab 15.702 Mark
Opel Commodore GS/E Limousine 2,8 Liter mit 160 PS (02/1973): ab 17.389 Mark
Opel Commodore GS/E Coupé 2,8 Liter mit 160 PS (02/1973): ab 17.739 Mark.
Bugspoiler beim GS/E serienmäßig (aber abwählbar ohne Minderpreis), für GS gegen Mehrpreis (127 Mark).

Motorisierungen:
Opel Commodore 2500 S mit 2,5-Liter-Sechszylinder-Benziner (85 kW/115 PS),
Opel Commodore GS 2500 H mit 2,5-Liter-Sechszylinder-Benziner (96 kW/130 PS bzw. mit 95 kW/129 PS),
Opel Commodore 2800 mit 2,8-Liter-Sechszylinder-Benziner (96 kW/130 PS),
Opel Commodore GS 2800 H mit 2,8-Liter-Sechszylinder-Benziner (104 kW/142 PS bzw. mit 103 kW/140 PS),
Opel Commodore GS/E mit 2,8-Liter-Sechszylinder-Benziner (118 kW/160 PS bzw. mit 114kW/155 PS).

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